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Geschichte

In diesem Haus von alter Art

Hat offt geruet nach langer fahrt

Herr KAYSER CARL DER FÜNFFT genandt

In aller Welt gar wohl bekannt

 

Diese Inschrift ist an der Frontfassade des Hotels Goldenes Kreuz angebracht. Der hier erwähnte Kaiser Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen, König von Spanien, Jerusalem, Sizilien und der Balearen, der indianischen Inseln und Erzherzog von Österreich (um nur einige seiner Titel zu erwähnen), bestimmte das altehrwürdige Haus am Haidplatz im Jahre 1546 bereits zum dritten Mal als sein Hoflager, während in Regensburg der Reichstag tagte. Nicht von ungefähr kehrte Karl V. immer wieder in diese Unterkunft zurück. Das Haus, dessen Ostflügel mitsamt dem frühgotischen Turm auf das 13. Jahrhundert datiert wird, war über Jahrhunderte hinweg das vornehmste Haus Regensburgs, und nimmt auch heute noch aufgrund seines imposanten burgähnlichen Charakters eine herausragende Stellung unter den Bauten des Haidplatzes ein. Bereits seit dem 16. Jahrhundert ließen sich Kaiser, Könige, Fürsten und Gesandte des Reichtages in dieser Herberge nieder. 1531 gastierte König Ferdinand I. im Goldenen Kreuz, ein Jahr später war es dessen Bruder Karl V. der die Annehmlichkeiten des Hauses während der Reichsversammlung zu schätzen wusste.

Neben politisch höchst weitreichenden Entscheidungen nahm sich Karl V. anlässlich seines Aufenthalts in Regensburg 1546 im Goldenen Kreuz aber auch Zeit für seine große Altersliebe, der jungen Regensburger Gürtlerstochter, Barbara Blomberg. Lesen wir hierzu weiter die Inschrift des Hauses:

 

Der hat auch hie zu gueter stundt

Geküsset einer jungfraw mundt

Dann draus erwuchs dem Vatter gleich

Der DON JUAN VON OESTERREICH

Der bei LEPANTO in der Schlacht

Vernichtet hat der Türckhen Macht

Der HERR vergellts ihm allezeit

So ietzt wie auch in Ewigkeit

 

Der Liebesnacht im Goldenen Kreuz entsprang kein geringerer als Don Juan d’Austria, der Held der Seeschlacht von Lepanto. Am 7. Oktober 1571 besiegte der gebürtige Regensburger als Oberbefehlshaber der Flotte der Heiligen Liga bei Lepanto die osmanische Flotte, die von da an ihren Nimbus der Unbesiegbarkeit verlor.

Zu Lebzeiten Juans wurde ihm dieser Erfolg bereits hoch angerechnet. Die Inschrift am Goldenen Kreuz entstand aber nach dem Aufenthalt eines anderen hochrangigen Gastes: Kaiser Franz Joseph von Österreich weilte 1863 im Goldenen Kreuz. Auf dessen Interesse hin, wurde die Inschrift angebracht. Auch seine Frau, Elisabeth von Österreich-Ungarn genoss ihren Aufenthalt in der Kaiserherberge, wenn man alten Regensburger Geschichten Glauben schenken will. So soll sie mit Vorliebe auf dem Dach des Turmes Bäder genommen und bei dem Ausblick über die herrliche Stadtkulisse entspannt haben.

Auch ihr Cousin, König Otto von Griechenland, nutzte bereits wenige Jahre zuvor 1851 die Herberge bei einem Besuch in Regensburg. Vielleicht erfuhren die beiden von Ihrer Tante Königin Amalie von Sachsen, die bereits 1825 im Goldenen Kreuz residierte, von der ausgezeichneten Qualität des Hauses.

Doch nicht nur Hochadel bayerischer Herkunft bestimmten das Goldene Kreuz als ihr Quartier. 1823 wohnte der spätere französische Kaiser Napoleon III. am Haidplatz. Welch historischer Zufall ist es doch, dass Napoleons Gegenüber bei der Schlacht von Sedan, der spätere erste deutsche Kaiser Wilhelm I. 1865 ebenfalls im Goldenen Kreuz logierte.

Ein Blick in das alte Gästebuch des Hotels gibt die Namen von weiteren hochgestellten Persönlichkeiten preis. Im Jahre 1898 endete jedoch vorerst die Jahrhunderte alte Tradition der Fürstenherberge am Haidplatz, und das Hotel schloss seine Pforten.

Seinen Besuchern gleich welcher Herkunft aber einen fürstlichen Aufenthalt zu bieten, bewahrte sich das Haus. Maria Schandri, deren Name unter Köchinnen und Köchen noch heute ein Begriff ist, sorgte bereits zu Zeiten des Hotels und auch viele Jahre danach für königliche Küche am Haidplatz. Die gastfreundliche und entspannende Atmosphäre des Cafes Goldenes Kreuz wissen auch heute noch Einwohner und Besucher Regensburgs zu schätzen.

Die anderen Bauteile des Hauses wurden im letzten Jahrhundert für verschiedene Zwecke genutzt. Es entstanden Büroräume, Privatwohnungen und sogar eine Funkanstalt befand sich zwischenzeitlich in der Fürstenherberge.

Im Jahr 2005 aber wurde ein Stockwerk des Hauses seiner alten Bestimmung nach wieder eingerichtet. Neun individuell gestaltete Zimmer bieten heute den Gästen eine sehr komfortable Ausstattung, die einem Besuch in der Stadt Regensburg nicht nur eine gelungene Abrundung bieten, sondern auch zum Träumen in den alten Gemächern von Kaisern und Fürsten einladen. Seien Sie willkommen in einem Haus voller Tradition, Geschichte und Leidenschaft und genießen Sie die Atmosphäre eines Hotels, das bereits seit mehr als 450 Jahren den hochrangigen Gästen Regensburgs als Herberge diente.

 

Auf ihren Besuch freut sich

 

Christine Horsch

Hotel Goldenes Kreuz

Kontakt:

Hotel Goldenes Kreuz
Haidplatz 7
93047 Regensburg
 
Telefon:        +49(0)941-55812
Mobiltelefon: +49(0)171-5318771

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